Zukunftsmusik

Zukunftsmusik

Das weltweit erste Museum für elektronische Musik entsteht an dem Ort, dem sie kulturell, geschichtlich, künstlerisch so viel verdankt: In Frankfurt. Und natürlich wird das „Museum Of Modern Electronic Music“ kein gewöhnliches Museum: Es wird ein epochaler Trip, eine Reise von den Anfängen über das Heute bis in die Zukunft elektronischer Musikkultur.

Text: Sabine-Lydia Schmidt
Foto: ©Atelier Markgraph

Das MOMEM wird ein zentrales Denkmal ohne Statue und Sockel, ein Denkmal jüngster Kulturgeschichte, das mitten in der Stadt, in der B-Ebene der Hauptwache, als multimedialer Erlebnisraum aufleben wird. Als privat geführtes Museum schließt es damit nicht nur die planerische Lücke in der B-Ebene, die der Weggang des dort noch ansässigen Kindermuseums reißt, es schließt auch eine der letzten Lücken in der Frankfurter Kulturlandschaft.

Die Initiatoren des Museums haben sich zum Trägerverein „Friends of MOMEM e.V“ zusammengeschlossen. Es sind die, welche die die Szene von Beginn an prägten: Produzenten, DJs, jene Enthusiasten, die in den 90ern in Reisebussen zu den ersten Raves pilgerten, die Cover und Zines gestalteten, die Plattenläden und legendäre Clubs wie das Dorian Gray und das OMEN betrieben. Das MOMEM entsteht direkt aus diesem inner circle: alte Bekannte der Technoszene wie Andreas Tomalla alias DJ Talla 2XLC und Alexander Azary gehören zu den Vordenkern des Museumsprojektes, das gleichzeitig auch Zukunftslabor, Wissenstransfer und interaktives Gesamtkunstwerk sein wird. Das MOMEM macht elektronische Musik so im Raum erfahrbar, wie es der Clubkultur entspricht: immersiv, multimedial und physisch.

Auf über 1.000qm werden sämtliche Aspekte elektronischer Kultur wie Klang, Mode, Instrumente, Apps, Clubkultur und mediale Surroundings im Rahmen eines modernen, interaktiven Ausstellungskonzepts kontextualisiert. Die renommierte Frankfurter Agentur Atelier Markgraph zeichnet für Szenografie und Ausstellungsdesign verantwortlich. Um auch der Reflexion und Diskussion einen angemessenen Rahmen zu geben, plant die Initiative ein breites Rahmenprogramm aus Clubevents, Workshops, Lectures, einem Filmprogramm und vielem mehr. Die Entwicklung des MOMEM ist in vollem Gange: 2018 soll eröffnet werden – doch noch ist die Finanzierung in Höhe von 5 Millionen Euro nicht komplett. Hier sind alle Begeisterten gefragt. So kann man entweder Mitglied im „Friends of MOMEM e.V“ werden oder einfach Spenden leisten. In jedem Fall geht mit dem Support eine Verewigung als Pixel in einer digitalen Installation einher. Die dazugehörige Crowdfunding-Kampagne ist in eine kohärente Corporate Identity gehüllt und dockt mit Protagonisten wie DJ Hell, Underworld, Nils Frahm oder Jean-Michael Jarre authentisch am partizipativen Prinzip der Clubkultur an.

http://donate.momem.org
http://www.momem.org

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