Ride on!

Ride on!

Martin Temmen und Matthias Fischer aus Hanau haben als Duo das längste Etappenrennen der Welt überstanden – und gewonnen. Trainiert haben sie dafür auf Hessens Straßen...

Text: Sabine-Lydia Schmidt
Foto: Götz Grammerstorff, Daniel Fischer, »Red Bull Trans-Siberian Extreme«

Im Team „Ride On“ fahren die beiden Kumpels seit vielen Jahren gemeinsam Amateur- und Langstreckenrennen. Letztes Jahr starteten sie ihr (bisher) größtes Projekt und fuhren beim Red Bull Transsiberian Extreme mit, dem härtesten Radrennen der Welt! Eine Strecke von Moskau nach Wladiwostok. Unterstützt von Focus Bikes ging es durch fünf Klimazonen, sieben Zeitzonen, das Ural-Gebirge und über vier der längsten Flüsse der Welt. 9.287 Kilometer(!!!) und 79.000 Höhenmeter auf 14 Etappen. Zurück kamen sie als Sieger.

Die beiden Freunde fahren jedes Jahr bis zu 20.000 Kilometer Rad, einen Großteil davon rund um ihren Wohnort Hanau im Main-Kinzig Kreis. Die verkehrsarmen Straßen der nahen Mittelgebirgslandschaften bieten beste Voraussetzungen für ihre Langstreckentrainings. Im Sommer: Richtung Wetterau, Spessart und Vogelsberg. Abschnitte, die sie besonders gerne mögen, sind der Hühnerberg und die Ortsdurchfahrt über das Kopfsteinpflaster von Niederdorffelden, in Richtung Spessart die Hohler Chaussee und die Straßen gen Ronneburg. Bei „nicht zu gutem“ Wetter und unter der Woche: Der94 km lange Bahntrassenradweg „Vulkanradweg“ nach Lauterbach und über Fulda am „R3“ zurück. Jeden Freitag wird rundgedreht im Osthafen Frankfurt und danach trifft man sich in der „Gaststätte Zur Insel“. In den Wintermonaten geht es entlang des Mainradweges nach Aschaffenburg und zurück (sorry Hessen, da fahren sie kurz mal nach Bayern!).

In diesem Jahr sind Martin und Matthias dann wieder jeder für sich Rennen gefahren: Matthias ist erneut in das Amateur-Renngeschehen eingestiegen, Martin hat sich weiter auf die Langstrecke konzentriert. Auch wenn sie nicht gemeinsam antreten, supporten sie sich immer. So erst neulich, als Matthias die Deutsche Jedermannmeisterschaft „Spengler Cycling Team“ in Nidda gewinnen konnte, und Martin am Streckenrand stand, um Flaschen anzureichen. In diesem Jahr wurde erfolgreich abgeräumt: Anfang Juli „überflog“ Martin das 1100 km lange „Race across Germany“, ein non-stop Einzelzeitfahren von Flensburg nach Garmisch. Mit einer Zeit von knapp unter 39 Stunden fuhr er die zweitbeste auf dieser Strecke je gefahrene Zeit und qualifizierte sich für das „Race Across America“, die Mutter aller Ultra-Cycling Rennen. Absolut unmöglich wäre das allerdings ohne die Unterstützung des großartigen Teams gewesen, in dem Matthias zentrale Arbeit leistet. Im Frühjahr fuhr er beim „Candy B Graveller“ entlang der ehemaligen Luftbrücke 650 km nonstop auf unbefestigten Wegen von Frankfurt nach Berlin.

Bei 20.000 Trainingskilometern auf dem hiesigen Asphalt ist es ziemlich wahrscheinlich, „die Zwo“ in ihren „Ride On“-Trikots irgendwann auf dem Asphalt zu treffen. In diesem Sinne: „Kette rechts!“ Und genau weiter so... fahren!

www.rideon.team


Lieblingsorte von „Ride On“ für…

…Kollegen: Die Mensa der Uni Frankfurt. ;)
www.studentenwerkfrankfurt.de/essen-trinken/speiseplaene/

…Freunde: City Döner Hanau – wenn’s mal richtig schick sein soll... oder mal auf n Bier in die „Gaststätte Zur Insel“!
www.osthafen-zur-insel.de

…Familie: Café Schien in der Innenstadt – ohne Frieder Arndt wohl nicht mehr dasselbe.
www.cafe-schien.de

…Geschäftspartner: Immer dahin, wo sie uns einladen. 

…Touristen: Hanauer Wochenmarkt


Looks like Hessen, Moves like Hessen, Sounds like Hessen von „Ride On“:

 

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