KhK wie Kunst (H)aus Kassel

KhK wie Kunst (H)aus Kassel

Künstlerische Freiheit vereint mit wissenschaftlichem Denken ist das Credo der Kunsthochschule Kassel. Und ein großes Glück für die Stadt: Denn die Kunsthochschule prägt und fördert das künstlerische und kulturelle Stadtbild Kassels. Zum jährlichen Höhepunkt zählt jedes Jahr der Rundgang der KhK, die ihre Arbeitsräume und Ausstellungsfläche zur großen Abschlusspräsentation aktueller Arbeiten öffnet und Besucher*innen Einblicke und Austausch mit den Künstlern bietet.

Text: Nadine Heinzelmann
Titel-Foto: Mathias Vîlzke

 Gestaltung: Nico Buurman

Gestaltung: Nico Buurman

Auch dieses Sommersemesters endet mit der traditionelle Jahresausstellung der Studierenden: Der Rundgang wird am 12. Juli um 17 Uhr im Hörsaal der KhK eröffnet. Bis zum 15. Juli 2018 werden dann exemplarische Arbeiten und Werkstatträume gezeigt, ergänzt von einem aufregend vielfältigen Begleitprogramm. Der Besuch des Rundgangs ist für Jeden offen, kostenlos und bedarf keiner Anmeldung. 

Zusätzlich findet ein zweitägiges Symposium am 13. und 14. Juli zu dem Thema AUTONOMIE statt. Die Ausgestaltung des Verhältnisses zwischen Kunsthochschule und Universität ist seit ihrer Gründung in konstanter Verhandlung, die KhK schwebt zwischen der Rolle als Fachbereich der Universität und einer gewissen Teilautonomie (eigener Webauftritt, eigenes CI). Die Bedeutung dieser Teilautonomie soll im Rahmen des Symposiums diskutiert werden, entsprechend ihrem Selbstverständnis als „Ort des ständigen Wandels, an dem die Studierenden durch ihre Impulse und die Suche nach Innovationen beteiligt sind“.

 

Die Kunsthochschule Kassel kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits 1777 gründete Friedrich II., Landgraf von Hessen-Cassel mit der „Académie de Peinture et de Sculpture de Cassel“ eine erste Kunstakademie, die bis 1931 bestand. Die heutige Hochschule gibt es seit 1947, sie ist ein teilautonomer Fachbereich der Universität Kassel und befindet sich am Rande der Kasseler Karlsaue.

Sie zählt zu den wenigen international orientierten Kunsthochschulen, die wissenschaftliche, künstlerische und kunstpädagogische Studiengänge zusammenbringen. Neben den Hauptfächern Bildende Kunst, Kunstpädagogik, Kunstwissenschaft, Produktdesign und Visuelle Kommunikation zeichnet sich die KhK durch 14 Werkstätten aus, die es den Studierenden in der Tradition des Bauhauses ermöglichen, handwerkliche und künstlerische Kompetenzen konstruktiv miteinander zu verbinden. Dieses interdisziplinäre Arbeiten gilt für das gesamte Studium: alle Studierenden arbeiten fächerübergreifend zusammen, unterschiedliche Denkrichtungen bereichern so die Projektarbeit, fordern und fördern die Studierenden.

So kann in Kassel ganz große und vor allem erfolgreiche Kunst entstehen und gezeigt werden: Regelmäßig gibt es zahlreiche Ausstellungen und Projekte der Studierenden, die die kulturelle Szene Kassels bereichern. Dazu zählen viele Kooperationen mit Galerien, Museen oder städtischen Einrichtungen. Zudem tragen die Absolvent*innen durch Existenzgründungen maßgeblich zum wirtschaftlichem Wachstum Kassels bei - und zum Renommee der Stadt: Immer wieder werden Arbeiten ausgezeichnet, so ging der Hessische Verlagspreis 2018 an den Rotopol-Verlag für grafisches Erzählen, geleitet von Rita Fürstenau, einer Absolventin der KhK.

 

Kunsthochschule Kassel: www.kunsthochschulekassel.de